Viele elektrische Verbraucher funktionieren auf der Basis eines Magnetfeldes - vor allem Motoren, Pumpen, Transformatoren, Schweissmaschinen etc. Damit diese Verbraucher überhaupt funktionieren, muss ein Magnetfeld aufgebaut werden, wofür sie eine sogenannte "induktive Blindenergie" (kvarh, Kilovarstunden) benötigen.
Diese Energie wird von den Apparaten nicht wie die Wirkenergie (kWh, Kilowattstunden) in mechanische Arbeit oder Wärme umgesetzt, sondern gespeichert und der Quelle zurückgegeben, "pendelt" also zwischen Generator und Verbraucher hin und her.
Diese "Blindenergie" belastet die gesamte Infrastruktur (Generator, Übertragungsleitungen, Transformatoren), die dementsprechend grösser dimensioniert sein muss. Deshalb stellen die Elektrizitätsunternehmungen diese Komponente, resp. einen bestimmten Überbezug in Rechnung. Der Blindenergiebezug darf in der Gemeinde Berikon pro Monat in der Zone 1 höchstens 39,5 % des gleichzeitigen Wirkstromverbrauchs betragen (entsprechend einem mittleren Leistungsfaktor von cos = 0,93). Die Wirkenergie und die Blindenergie werden bei den Stromkunden (Industrie und Gewerbe) mit einem speziellen Zähler registriert. In den Haushaltungen kann der Blindenergieanteil vernachlässigt werden (keine Messung, keine Verrechnung).
Durch entsprechende Kompensationsanlagen kann die Blindenergie jedoch kompensiert werden. Damit entfällt für den Verbraucher der Kostenanteil für die Blindleistung. Siehe auch www.energie.ch.